Montag, 22. Oktober 2007

Scoutaktion: die beliebtesten Spiele der Internationalen Spieltage

Die Endergebnisse der FAIRPLAY-Scoutaktion seit 2000:

2007
1. Tribun 2+
2. Agricola 2+
3. Hamburgum 2

2006
1. Notre Dame 1−
2. Yspahan 2+
3. Die Säulen der Erde 2+

2005
1. Caylus 2+
2. Big Kini 2
3. Pünkt 2

2004
1. Louis XIV 2+
2. Ys 2+
1. Oltremare 2+

2003
1. San Juan 2+
2. Yinsh 2+
3. Maya 2+

2002
1. Fische Fluppen Frikadellen 2+
2. Ad Acta 2+
3. Age of Steam 2+

2001
1. Puerto Rico 1−
2. Urland 2
3. Funkenschlag 2

2000
1. Meuterer 2+
2. Carcassonne 2
3. Babel 2

Sonntag, 21. Oktober 2007

Scoutaktion 2007 – Das Endergebnis

Karl-Heinz Schmiel (Foto) hat mit dem im Heidelberger Spieleverlag erschienenen TRIBUN die Scoutaktion der FAIRPLAY gewonnen. Uwe Rosenbergs AGRICOLA folgt an zweiter Stelle, HAMBURGUM von Mac Gerdts belegt den dritten Platz.

Die beliebtesten Titel der SPIEL ’07 bei den FAIRPLAY-Spielescouts (Titel mit mindestens 50 Nennungen und einer guten Durchschnittsnote):

1. TRIBUN von Karl-Heinz Schmiel (Heidelberger) 1,6
2. AGRICOLA von Uwe Rosenberg (Lookout) 1,7
3. HAMBURGUM von Walther „Mac“ Gerdts (PD/Eggert) 2,0
4. CUBA von Rieneck/Stadler (Eggert) 2,0
5. VOR DEM WIND von Torsten Landsvogt (Phalanx) 2,1
6. IM JAHR DES DRACHEN von Stefan Feld (Alea) 2,2
7. FILOU von Friedemann Friese (2F) 2,3
8. KINGSBURG von Chiarvesio/Iennaco (Truant) 2,3
9. AMYITIS von Cyril Demaegd (Ystari/Huch & friends) 2,4
10. DARJEELING von Günter Burkhardt (Abacus) 2,4

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Samstag, 20. Oktober 2007

Scoutaktion: Dritter Tag

Die Favoriten setzen sich langsam an der Spitze fest. 33 Fairplay-Scouts haben Karl-Heinz Schmiels TRIBUN an die erste Stelle rücken lassen. AGRICOLA von Uwe „Bohnanza“ Rosenberg findet sich an Platz zwei, benotet von 43 Scouts. Und der dritte Platz geht an CUBA, das von dem soeben mit dem Deutschen Spiele Preis ausgezeichneten Autorenduo Michael Rieneck/Stefan Stadler erdacht wurde. Dieses Spiel wurde bereits 76 mal benotet. So sieht der Zwischenstand nach dem dritten der vier Messetagen aus. Auffällig: In diesem Jahr kann mit dem zu Ravensburger gehörenden Alea-Titel IM JAHR DES DRACHEN nur ein einziges Spiel aus einem größeren Verlag einen Spitzenplatz erringen.

Die beliebtesten Titel der SPIEL ’07 bei den Fairplay Spielescouts – Zwischenwertung Samstag 19 Uhr (Titel mit mindestens 30 Nennungen und einer guten Durchschnittsnote):

1. TRIBUN (Heidelberger) 2+
2. AGRICOLA (Lookout) 2+
3. CUBA (Eggert) 2
4. IM JAHR DES DRACHEN (Alea) 2
5. SECHSSTÄDTEBUND (Czech Games) 2
6. HAMBURGUM (Eggert) 2
7. VOR DEM WIND (Phalanx) 2−
8. FILOU (2F) 2−
9. KÖNIG VON SIAM (Histogame) 2−
10. AMYITIS (Ystari/Huch & friends) 2−
11. CONTAINER (Valley) 2−
12. KINGSBURG (Truant) 2−
13. DARJEELING (Abacus) 2−
14. LINQ (BeWitched/Heidelberger) 2−

Weitere erstklassige Empfehlungen einiger Scouts: BRASS (Warfrog), GALACTIC TRUCKER (Czech Games) und TZAAR (Smart).

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Die Fairplay-Redakteure Frank Kersten, Wolfgang Friebe und Herbert Heller diskutieren die Ergebnisse der Scoutaktion.

Freitag, 19. Oktober 2007

Udo Bartsch geht in die Jury

Viel Händeschütteln und Schulterklopfen gab es am Messestand der FAIRPLAY als Udo Bartsch vorbeikam. Der 39-jährige Spielekritiker war soeben in die Spiel-des-Jahres-Jury aufgenommen worden. Er war viele Jahre lang fester Mitarbeiter der FAIRPLAY und hatte sich dort seine Meriten als Spielerezensent erworben. Im Sommer dieses Jahres war der aus Hannover kommende Bartsch zur Spielbox gewechselt. Während einzelne Fairplayer witzelten, Udo Bartsch hätte damit seinen Zenit überschritten, wurde er nun in den oft umstrittenen Olymp der deutschsprachigen Spielewelt aufgenommen.

Ausgeschieden aus der Jury ist Synes Ernst, der mehrere Jahre als Sprecher an deren Spitze stand.

Scoutaktion: Zweiter Tag

Die beliebtesten Titel der SPIEL ’07 bei den Fairplay Spielescouts – Zwischenwertung Freitag 19 Uhr (Titel mit mindestens 15 Nennungen und einer guten Durchschnittsnote):

1. AGRICOLA (Lookout) 2+
2. LINQ (BeWitched/Heidelberger) 2
3. HAMBURGUM (Eggert) 2
4. FILOU (2F) 2
5. IM JAHR DES DRACHEN (Alea) 2
6. CUBA (Eggert) 2
7. KÖNIG VON SIAM (Histogames) 2
8. AMYITIS (Ystari/Huch & friends) 2−
9. VOR DEM WIND (Phalanx) 2−
10. GIPSY KING (Cwali) 2−
11. DARJEELING (Abacus) 2−

Weitere erstklassige Empfehlungen einiger Scouts: TRIBUN (Heidelberger/Moskito), SECHSSTÄDTEBUND (Czech Games) und CONTAINER (Valley).

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Donnerstag, 18. Oktober 2007

Scoutaktion: Erster Tag

Eher verhalten startete die Scoutaktion am ersten Tag der Spiel ’07. Durchgängig akzeptierten die Besucher des FAIRPLAY-Standes die Ausgabe von Scout-Ausweisen, um die Notenabgabe überprüfbarer zu machen. Der FAIRPLAY-Stand steht in diesem Jahr in der Ecke der Halle 10 (Stand Nummer 55), neben ASS und Abacus.

Die beliebtesten Spiele bei den Spielescouts am ersten Tag (Titel mit mindestens fünf Nennungen):

1. OREGON (Hans im Glück) 2+
2. FILOU (2F) 2
3. SECHSSTÄDTEBUND (Czech Games) 2
4. GIPSY KING (Cwali) 2
5. VOR DEM WIND (Phalanx) 2
6. IM JAHR DES DRACHEN (Alea) 2−
7. HAMBURGUM (Eggert) 2−
8. PATRIZIER (Amigo) 2−
9. ZIEGEN KRIEGEN (Amigo) 2−
10. CUBA (Eggert) 2−

Weitere Empfehlungen einzelner Scouts: AGRICOLA (Lookout) sowie AMYITIS (Ystari/Huch), GALACTIC TRUCKER (Czech Games) und KINGSBURG (Truant).

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(außer Erweiterungen, Wiederauflagen und Kinderspiele)

Verleihung des Deutschen Spiele Preises

Gewohnt familiär ging es bei der Verleihung des Deutschen Spiele Preises am Vorabend der Essener Spieltage zu. Der veranstaltende Friedhelm-Merz-Verlag und der Branchenverband Fachgruppe Spiel gratulierten sich mehrfach zum 25-jährigen Bestehen der Internationalen Spieltage und zogen auch die Messe Essen sowie Norbert Kleine-Möllhoff (CDU), Stellvertreter des Essener Oberbürgermeisters, in ihre Glückwünsche mit ein. Letzteren wurde der Sonderpreis des Deutschen Spiele Preises in die Hand gedrückt. Und am Ende wurde auf der Bühne sogar das Familienfotoalbum mit Bildern aus 25 Jahren übergeben.
Zwischendurch ging es auch um Spiele. Geehrte wurden die Macher (Frauen waren nicht dabei) der Top Ten des Spiele Preises plus BURG APPENZELL. Das Zoch-Spiel bekam verdientermaßen die Essener Feder für seine vorbildliche Spielanleitung. Dass es den Kinderspiel Preis bekam ist jedoch umstritten, und es waren im Publikum erste Forderungen zu hören, den Preis abzuschaffen. Denn BURG APPENZELL ist zwar ein zweifelsohne gutes Spiel – aber für die Zielgruppe der Sechsjährigen völlig ungeeignet. Das über den Spiele Preis abstimmende Fachpublikum kennt sich zwar mit Erwachsenenspiele aus, bei Kinderspielen ist diese Art der Befragung hingegen wenig hilfreich.
Der Freude tat das aber keinen Abbruch. Auch das Team von DIE SÄULEN DER ERDE jubelte, als es die Trophäen entgegennahm und jetzt das neue, etwas handgestrickt wirkende, Spiele-Preis-Logo auf die Schachteln kleben darf. (Foto: Klaus Zoch, die APPENZELL-Autoren Bernhard Weber und Jens Peter Schliemann, die SÄULEN-Autoren Stefan Stadler und Michael Rieneck sowie vorne Axel Werstein [Zoch] und Wolfgang Lüdtke [TM/Kosmos].)

Montag, 15. Oktober 2007

Scoutaktion 2007

Das Verfahren ist ganz einfach und basiert auf Ihrer Meinung. Nachdem Sie eines oder auch mehrere der neuen Spiele kennengelernt haben, bewerten Sie diese Spiele mit einfachen Schulnoten auf unserem Formular und geben es bei uns am Stand wieder ab. Wir sammeln alle Wertungen und errechnen täglich in regelmäßigen Abständen Durchschnittsnoten für alle bewerteten Spiele. Eine Liste der Spiele mit hinreichend vielen guten Bewertungen wird an unserem Stand veröffentlicht. So können Sie sich bei jedem Standbesuch schnell über die vermutlich besten Neuheiten informieren und gut bewertete Spiel auf Herz und Nieren prüfen.
Die Noten sind natürlich das Wichtigste der Scoutaktion. Bitte verwenden Sie (deutsche) Schulnoten. Abstufungen durch „+“ oder „-“ sind nicht zugelassen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass die Scouts bei der Notenvergabe häufig sehr großzügig waren. Es gab in jedem Jahr eigentlich nur ganz wenige Spiele, die die guten Noten, die sie bei der Scoutaktion erhielten, im Einsatz am Spieltisch bestätigen konnten. Deshalb hier noch eine kleine Übersicht, wie die Noten eingesetzt werden sollten.

  • Note 1: Ein herausragendes Spiel. So etwas Gelungenes gibt es nicht in jedem Jahrgang.
  • Note 2: Ein gutes Spiel. Dieses Spiel gehört sicher zur spielerischen Spitze des Jahrgangs.
  • Note 3: Ein ordentliches Spiel. Dieses Spiel kann man durchaus spielen. Wenn man noch Geld übrig ist, könnte man eventuell über diesen Titel nachdenken.
  • Note 4: Das Spiel funktioniert, macht aber eigentlich keinen Spaß. Muss nicht unbedingt nochmal gespielt werden.
  • Note 5: Das Spiel funktioniert nicht und macht keinen Spaß. Kommt keinesfalls nochmal auf den Tisch
  • Note 6: Eine Zumutung

Das ist neu:
Um bei der Scoutaktion teilzunehmen, benötigen Sie einen Ausweis. Der Ausweis ist ein von uns nicht geliebtes, aber notwendiges Übel. Mit der zunehmenden Bedeutung unserer Aktion auf den Spieleverkauf nahm auch die Zahl der Manipulationsversuche stark zu. Unser sehr offenes System bot keinen ausreichenden Schutz gegen diese Manipulationen. Durch die Ausweisnummer und den Namen können wir die abgegebenen Stimmen nun eindeutig zuordnen und so Manipulationsversuche schnell unterbinden. Den Ausweis erhalten Sie an unserem Messestand (10-55). Dieser zusätzliche Aufwand ist für uns und Sie lästig, aber leider nicht zu vermeiden. Selbstverständlich benutzen wir alle während der Scoutaktion gesammelten persönlichen Daten nur für diese Aktion.

Herbert Heller (Chefredakteur)

Wichtig: Die Scoutaktion richtet sich an alle sachkundigen Besucher der Messe und ist nicht auf Abonnenten der Fairplay beschränkt.

Patrizier mit interaktivem Schnellstart

„Vielleicht war nicht findig genug, die Suche erfolgreich abzuschließen.“ Diese meine Vermutung, wie ich sie in der FAIRPLAY 81 geäußert habe, ist bitterer Ernst geworden. Der PATRIZIER-Schnellstart ist online. Schon seit sechs Wochen schlummert er von mir unentdeckt dahin. Michael Schacht hat es mir direkt mitgeteilt, nachdem er die neue FAIRPLAY gelesen hat. Sorry: Ich hätte auch selbst mal fragen können.
Der Schnellstart des bei Amigo soeben erschienenen PATRIZIER findet sich wie versprochen auf michaelschacht.net: „Flash“ oder „html“ auswählen, auf die PATRIZIER-Schachtel klicken, oben links das etwas unauffällige „2 ··>“ suchen. An der Stelle bin ich gescheitert. Wenn gefunden, dann anklicken. Anschließend die „3 ··>“ finden, das ist dann nicht mehr so schwer. Im Abschnitt „Bonus“ befindet sich der „Interaktive Schnellstart“.
Jetzt weiß ich nicht, ob die Usability eine Website sich mir anpassen muss, oder ob ich mich der Technik unterwerfen muss. Hier der direkte Link für alle über 40-Jährigen: michaelschacht.net/ patriss.html.
Übrigens: Es lohnt sich, mal reinzuschauen. PATRIZIER ist ein kaum 45 Minuten dauerndes ansprechendes Spiel. Es ist ein eher lockeres Mehrheitenspiel, bei dem es durchaus hilft, auch mal ein oder zwei Spielzüge weiter zu denken.

Catan Würfelspiel

Das WÜRFELSPIEL ist auch im Netz vertreten. Zusätzlich zu den Infos zum „normalen“ Würfelspiel wird auf Catan.com die „plus“-Variante angeboten. Das ist fast dasselbe Spiel, allerdings würfelt man auf Siepunkte und nicht nur insgesamt 15 Mal. 10 Siegpunkte müssen es sein, zwei liefern jeweils die längste Handelsstraße und die größte Ritter(Joker)macht. Da ist es natürlich zwingend, genau darauf auch zu würfeln. Die plus-Variante mag näher am Grundspiel sein, stimmiger und vertrauter, allerdings verschiebt sich die Gewichtung im Würfelspiel. Wenn es bei SIEDLER VON CATAN Erträge für jedes Dorf und jede Stadt gibt, lohnen sich beim Würfelspiel Dörfer und Städte im Vergleich zu Straße und Ritter nur eingeschränkt. Ortschaften werden zu Füllwerk, die fehlenden sechs Siegpunkte zu erreichen. Also wird zwangsläufig der Kampf um die längste Straße und größte Rittermacht ausbrechen. Die Varianz des Spieles nimmt ab, man ist im Prinzip sogar noch festgelegter, einer ganz bestimmte Strategie zu folgen.
In der aktuellen Ausgabe 81 habe ich bereits dargelegt, warum sich mein Kopf sträubt, das WÜRFELSPIEL zu spielen. Um zu gewinnen ist man auf Straßen und Städte angewiesen, bei der „plus“-Variante auf Ritter und Straßen. Im Anhang der Regel zur „plus“-Variante finden sich die einfarbigen Vordrucke. Man benötigt nur noch zwei Streichhölzer … natürlich nicht, um das Spiel abzufackeln.

Wer es lieber vierfarbig mag, findet bei Boardgamegeek einen Vordruckblatt, dass man vierfach ausdrucken und laminieren könnte. Dann bräuchte man nicht immer wieder neu auszudrucken. Zusätzlich gibt es dort auch die Variante zur Variante. Eine recht entferntes Dorf fungiert als 2:1-Hafen, den man nur rechtzeitig anschließen muss. Die Grafik dieser beiden Vordrucke finde ich allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Und wer will kann das WÜRFELSPIEL auch Online spielen. Man wird mit der Brettspielwelt verlinkt und muss Java installiert haben. Es gibt allerdings eine ziemlich dämliche Beschränkung: Man darf nur einmal pro Tag spielen.

Sonntag, 14. Oktober 2007

À la carte-Kartenspielpreis

1991–2006

Bestes Kartenspiel 1991
1. RES PUBLICA (Reiner Knizia/ Hexagames)
2. DIE BOSSE (Sid Sackson/F.X. Schmid)
3. TUTTI FRUTTI (Amigo)

Bestes Kartenspiel 1992
1. PIRAT (Reiner Knizia/Amigo)
2. SUPERBLATT (Sid Sackson/F.X. Schmid)
3. TICHU (Urs Hostettler/Fata Morgana)

Bestes Kartenspiel 1993
1. STICHELN (Klaus Palesch/Amigo)
2. ATTACKE (Reiner Knizia/F.X. Schmid)
3. EN GARDE (Reiner Knizia/Abacus)

Bestes Kartenspiel 1994
1. 6 NIMMT (Wolfgang Kramer/Amigo)
2. WAS STICHT? (Karl-Heinz Schmiel/Moskito)
3. SHERLOCK HOLMES (Dave Wyman/Schmidt)

Bestes Kartenspiel 1995
1. MAGIC (Garfield u.a./Wizards of the Coast)
2. HATTRICK (Klaus Palesch/Amigo)
3. HIGH SOCIETY (Reiner Knizia/Ravensburger)

Bestes Kartenspiel 1996
1. MÜ (Doris Matthäus/Frank Nestel/Doris & Frank)
2. REIBACH & CO (Alan R. Moon/Mick Ado/F.X. Schmid)
3. SPEED (Reinhard Staupe/Adlung)

Bestes Kartenspiel 1997
1. BOHNANZA (Uwe Rosenberg/Amigo)
2. DIE SIEDLER VON CATAN – DAS KARTENSPIEL (Klaus Teuber/Kosmos)
3. SHOWMANAGER (Dirk Henn/Queen)

Bestes Kartenspiel 1998
1. CAESAR & CLEOPATRA (Wolfgang Lüdtke/Kosmos)
2. DAVID & GOLIATH (Reinhard Staupe/Berliner)
3. CANYON (Frederick A. Herschler/Abacus)

Bestes Kartenspiel 1999
1. VERRÄTER (Marcel-André Casasola Merkle/Adlung)
2. MAMMA MIA (Uwe Rosenberg/Abacus)
3. ANNO DOMINI (Urs Hostettler/Fata Morgana/Abacus)

Bestes Kartenspiel 2000
1. OHNE FURCHT UND ADEL (Bruno Faidutti/Hans im Glück)
2. ZOFF IM ZOO (Doris Matthäus/Frank Nestel/Doris & Frank)
3. FORMEL FUN (Terry Goodchild/Franjos)

Bestes Kartenspiel 2001
1. MEUTERER (Marcel-André Casasola Merkle/Adlung)
2. BABEL (Uwe Rosenberg/Hagen Dorgathen/Kosmos)
3. LAND UNTER (Stefan Dorra/Berliner)

Bestes Kartenspiel 2002
1. VOM KAP BIS KAIRO (Günter Burkardt/Adlung)
2. FRACHT EXPRESS (James Kyle/Franjos)
3. ALLES IM EIMER (Stefan Dorra/Kosmos)

Bestes Kartenspiel 2003
1. COLORETTO (Michael Schacht/Abacus)
2. EDEL, STEIN & REICH (Reinhard Staupe/Alea Ravensburger)
3. EUROPA-TOUR (Alan R. Moon/Aaron Weissblum/Schmidt)

Bestes Kartenspiel 2004
1. SAN JUAN (Andreas Seyfarth/Alea Ravensburger)
2. SANKT PETERSBURG (Michael Tummelhofer/Hans im Glück)
3. KAKERLAKENPOKER (Jacques Zeimet/Drei Magier)

Bestes Kartenspiel 2005
1. JAMBO (Rüdiger Dorn/Kosmos)
2. GESCHENKT (Thorsten Gimmler/Amigo)
3. WIE ICH DIE WELT SEHE (Urs Hostettler/Fata Morgana/Abacus)

Bestes Kartenspiel 2006
1. AUSGERECHNET BUXTEHUDE (Bernhard Lach/Uwe Rapp/Huch & friends)
2. MARQUIS (Frank Czarnetzki/Martin Götz/Ludo Art)
3. NOTTINGHAM (Uwe Rosenberg/Abacus)

Bestes Kartenspiel 2007
1. CAYLUS MAGNA CARTA (William Attia/Ystari/Huch & friends)
2. ZEITALTER DER ENTDECKUNGEN (Alfred Viktor Schulz/Phalanx)
3. VOR DEM WIND (Torsten Landsvogt/Phalanx)

Samstag, 13. Oktober 2007

Bestes Kartenspiel 2007

À la carte-Expertenbefragung

CAYLUS MAGNA CARTA
von William Attia

Ystari/Huch & friends


2. ZEITALTER DER ENTDECKUNGEN von Alfred Viktor Schulz Phalanx
3. VOR DEM WIND von Torsten Landsvogt Phalanx

4. KABALE UND HIEBE von Lutz Stepponat Hans im Glück
5. SITTING DUCKS von Keith Meyers Amigo
6. MILLIONEN VON SCHWALBEN von Urs Hostettler Fata Morgana
7. FANGFRISCH von Andreas Pelikan Queen
8. ANNO 1701 – DAS KARTENSPIEL von Klaus Teuber Kosmos
9. GLORIA PICKTORIA von Alan R. Moon/Peter Gehrmann Zoch

Der Franzose William Attia hat mit seinem CAYLUS MAGNA CARTA den von der FAIRPLAY verliehenen À la carte-Preis für das beste Kartenspiel 2007 gewonnen. Obwohl es erst im Juni auf den Markt kam, galt es als Favorit für den Kartenspielpreis. MAGNA CARTA ist eine Adaption des komplexen Brettspiels CAYLUS, das 2006 den Deutschen Spiele Preis gewonnen hat. Das Konzept erinnert an das 2004 als bestes Kartenspiel ausgezeichnete SAN JUAN, das eine vereinfachte Adaption des Brettspiels PUERTO RICO war.
Zusammen mit dem Autor Attia werden auch der französische Verlag Ystari und Huch & friends, die das Spiel in Deutschland verlegen, ausgezeichnet. Huch & friends hatten bereits im Vorjahr mit dem einfach und schnell zu spielenden AUSGERECHNET BUXTEHUDE den À la carte-Preis gewonnen. CAYLUS MAGNA CARTA ist hingegen ein vergleichsweise anspruchsvolles Spielvergnügen, das die von der FAIRPLAY befragten Expertinnen und Experten mit einer eingängigen Regel überzeugen konnte. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Essener Spiel ’07 statt.

>> À la carte 1991–2006

Freitag, 12. Oktober 2007

Fairplay-Jahresbilanz


mit
Arne Claussen (ac)
Wolfgang Friebe (wf)
Dieter Niehoff (dn)
Kathrin Nos (kn)
Harald Schrapers (hs)
Peter Zanow (pz)




TSURO - Wizkids oder Kosmos?

links Wizkids, rechts KosmosIhnen ist sicher die deutsche Ausgabe von Kosmos bekannt. In der aktuellen Ausgabe 81 der Fairplay habe ich TSURO als Instant-Spiel bezeichnet. Es gibt aber noch eine andere, frühere Ausgabe - die von Wizkids datiert aus 2005 (Beileger) bzw. 2006 (Regel), ist also nur knapp vor der deutschen Ausgabe erschienen. Innerhalb dieser kurzen Zeit hat die Wizkids-Ausgabe offensichtlich keine großartige Verbreitung gefunden. Beide Ausgaben ähneln sich sehr stark, es gibt aber auch ein paar feine kleine Unterschiede hauptsächlich im Material.

links Wizkids, rechts KosmosÄußerlich gefällt mir die kleinere Wizkids-Schachtel besser, sie ist kleiner, kompakter und schöner. Und drinnen liegt sogar eine Regel auf Deutsch. Ein erster Grund zu stutzen: Es gibt nur 35 Wegekarten – dazu eine Drachenkarte – für 36 Felder. Den Sinn der Drachenkarte hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Kosmos setzt auf 64 Wegeplättchen; man hat scheinbar mehr Auswahl. Immerhin kann man auch auf einem 7x7-Raster spielen, statt wie üblich nur auf einem 6x6-Raster. Außerdem kommt auch noch das letzte Plättchen aufs Brett. Bei den 35 Plättchen bleibt ein Feld frei, die Möglichkeiten zum Remis werden dadurch merklich erhöht, allerdings ist die letzte Karte auch nicht mehr so entscheidend. Keine Ahnung, ob ein fehlendes Plättchen nun besser oder schlechter ist.

links Wizkids, rechts KosmosDie Plättchen von Kosmos sind deutlich dicker als die der Wizkids. Auf dem Brett machen die dunkleren Kosmos-Plättchen zudem die deutlich bessere Figur. Ebenso die Spielfiguren, richtige Figuren bei Kosmos und schöne, aber nicht sehr standsichere Meilensteine bei Wizkids. Der Griff zum Kosmos-Spiel ist wegen des besseren Materials eindeutig erste Wahl.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Fairplay 81 · Oktober–Dezember 07

Die Fairplay Nr. 81 erscheint am
13. Oktober 2007.


Der Inhalt

Fairplay-Diskussion Jahresbilanz 2006/2007

Kartenspielpreis à la carte 2007

Spielertagebuch BaWü spielt

Spielevertrieb Alea – von Ravensburg nach Heidelberg

Rückblick Fairplay Nr. 1

Wiederspielen 1988 – Bausack

Wir über uns Dieter Niehoff

Messevorschau Neuheiten der Spiel ’07

Spielekritiken

Burg Appenzell Zoch
Caylus Magna Carta Ystari
Duell im Dunkeln Z-man
Europareise Ravensburger
Jenseits von Theben Queen
Patrizier Amigo
Perikles Warfrog
Portobello Market Schmidt
Tintenherz Kosmos
Vor dem Wind Phalanx
Wikinger Pro Ludo
Zanzibar Winning Moves
Zeitalter der Entdeckungen Phalanx

Fast Food
Can’t stop Ravensburger
Siedler-Würfelspiel Kosmos
3..2..1..meins Winning Moves
Fowl Play R&D
Tsuro Kosmos
Wind & Wetter Winning Moves

Kartenspiele
Experiment Sandtimer
Kunstmarkt Prestel
Musketier Isensee
Paaren Singlish mopping
Ziegen kriegen Amigo

Zwei-Personen-Spiele
Affentennis Braunkohl
Anno 1701 – Das Kartenspiel Kosmos

Kinderspiele
Beppo der Bock Oberschwäbische Magnetspiele
Burg-Ritter Haba
Der kleine Sprechdachs Huch & friends
Rettet den Märchenschatz! Selecta
Wer war’s? Ravensburger

Montag, 8. Oktober 2007

Notre Dame: Notenänderung

Nach den ersten ca. fünf Partien Notre Dame habe ich in FP80 die Note 2- vergeben. Das Spielprinzip gefiel mir, aber der Ablauf erschien mir spröde und interaktionsarm. Mittlerweile habe ich weitere mindestens 15 Partien am Tisch und zusätzlich 24 in der Brettspielwelt absolviert. Der Reiz hat sich damit für mich gesteigert, immer mal wieder mit anderen Strategien zu arbeiten und dabei im Rahmen der Möglichkeiten (Reihenfolge der gezogenen Hand- und Personenkarten) das Punkte-Optimum herauszuholen. Auch die exzellente Spielbarkeit zu zweit überzeugt mich. Daher habe ich meine Note auf 2+ angehoben. Nur eine Strategie mit dem Wirtshaus habe ich noch nicht erfolgreich umsetzen können...

Dienstag, 2. Oktober 2007

Deutscher Spiele Preis 2007

Am Ende war der Abstand doch noch deutlich. Mit tausend Stimmen Vorsprung gewinnt DIE SÄULEN DER ERDE vor NOTRE DAME den Deutschen Spiele Preis. Wie viele Spielerinnen und Spieler an der Abstimmung teilgenommen haben, hat der Merz-Verlag erstmals seit 2001, als der Preis aufwendig seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen musste, nicht mitgeteilt. Die Zahl der Stimmen, die auf die Top-10-Spiele abgegeben wurden, ist gegenüber dem Vorjahr immerhin erheblich angestiegen.

Das Spiel von Stefan Stadler und Michael Rieneck (Foto) war vor einem Jahr als Favorit für einen der beiden wichtigen Spiele-Awards gestartet. Dass die Spiel-des-Jahres-Jury das Spiel noch nicht einmal mit einer Nominierung bedacht hat, war für Kosmos wohl eine Enttäuschung. Trotzdem hat SÄULEN DER ERDE inzwischen eine sehr große Auflage von 50.000 Exemplaren erreicht.

Thematisch und auch von den Grundzügen des Ablauf her erinnert SÄULEN DER ERDE ein wenig an CAYLUS, das im Vorjahr den Deutschen Spiele Preis gewinnen konnte. Damals wurde eine Burg gebaut, diesmal eine Kathedrale. CAYLUS ist jedoch deutlich komplexer, doch auch DIE SÄULEN verlangen etwas Geduld beim Einarbeiten in die Regeln. Aber nach der ersten Partie, die durchaus die Zwei-Stunden-Grenze überschreiten kann, ist die Regel problemlos verstanden – sie ist nämlich äußerst durchdacht und logisch zusammenhängend. Bei jeder weiteren Partie sollte man es in 90 Minuten schaffen. Außerdem kann man, wenn ein Mitspieler die Regeln bereits kennt, ohne große Vorrede sofort anfangen. Viele Details lassen sich während des Spiels erklären.

Bei den SÄULEN DER ERDE passen die verschiedenen Spielelemente wunderbar zusammen. Wer befürchtet hat, dass die thematische Anlehnung an ein Buch zu einem überkonstruierten Spielablauf führt, sieht sich äußerst angenehm überrascht. Follett’s Buch stört überhaupt nicht.

Optimal lässt sich DIE SÄULEN zu dritt spielen. Denn in Vier-Personen-Runden stört der dann ziemliche große Glücksfaktor doch ein wenig. Mit der neuen SÄULEN-ERWEITERUNG naht Hilfe (>>).

Eine kontroverse Bilanz des Spieljahrgangs 06/07 findet sich in der FAIRPLAY 81, die Mitte Oktober erscheint.

Die Säulen der Erde – Die Erweiterung

Vorschau

Wenn man SÄULEN DER ERDE zu fünft oder sechst spielen möchte, braucht man weit mehr als zusätzliches Material für zwei Spieler. Denn schon zu viert geht es auf dem Spielbrett äußerst eng zu. So musste ein zusätzliches Brett her, das an das bestehende angelegt wird. Und Stadler/Rieneck mussten sich Einiges ausdenken, was sie zusätzlich in den Spielablauf integrieren können.

Es mussten mehr Spielraum dazukommen, mehr Entscheidungsmöglichkeiten, zusätzliche lukrative Optionen. Für die Arbeiter hat sich das Autorenduo die Kreuzzüge ausgedacht. Statt die Arbeiter zum Schluss in die Weberei zu stellen, bieten die Kreuzzüge eine Alternative, für die es sofort Siegpunkte gibt. In der Einsetzphase gibt es Diverses, was neu ist: zusätzliche Aktionskarten, zusätzliche Handwerker. Mit einer besonderen Karte kann ein eigener oder fremder Handwerker noch einmal aktiviert werden.

Alle diese Möglichkeiten können auch verwendet werden, wenn man zu viert spielt. Denn im Gegensatz zum brillanten Drei-Personen-Spiel gab es zu viert oft die Situation, dass sich die zuletzt gezogenen Figuren kaum noch sinnvoll einsetzen ließen. Mit der Erweiterung lässt sich zusätzlich Platz schaffen – der auch zu fünft problemlos ausreicht. Erst in der Sechs-Personen-Runde wird es wieder sehr eng.

Die Ungerechtigkeiten beim Ziehen der Figuren steigen, je mehr Leute mitmachen. Deshalb gibt es hier eine neue Regel für große Runden. Wer zuerst einen Zug macht, ist am Ende als letzter an der Reihe, der zweite ist gleichzeitig auch Vorletzter und so weiter.

Mit der Erweiterung wird das mit dem Deutschen Spiele Preis prämierte Spiel pünktlich noch einmal in Erinnerung gerufen.

DIE SÄULEN DER ERDE – DIE ERWEITERUNG von Michael Rieneck und Stefan Stadler für 4–6 Spieler, Kosmos 2007

aus der Fairplay Nr. 81