Samstag, 19. Dezember 2015

Editorial 114

Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist doch zwingend, dass sich das Junge vom Alte absondert, bestenfalls neue, mindestens andere Wege wählt. Was haben wir Altvorderen der Fairplay vor 20, 25 Jahren von der Altherrenriege in der Jury gehalten? Natürlich hat sich das selbst dann nicht geändert, als ein Fairplayer als important person in die Jury berufen wurde. Wer uns schon lange liest, weiß um unsere ganz besondere Sichtweise auf die damalige Jury. Wenn die Aufnahme eines Fairplayers damals zur Ruhigstellung gedacht war, so ist der Plan kein Stück aufgegangen. Wir haben sie weiterhin belächelt, ob ihrer freundlichen Rezensionen und ihrer selbst erkorenen kulturellen Verantwortlichkeit. Uns ging deren Auswahl der prämierten Spiele oft gegen den Strich. Wir waren Szene und die nur Mainstream.

Wir spielten und mochten Spiele jenseits des Massenmarkts, die Spiele der Nischenverlage, komplexer und anspruchsvoller als nominierte oder prämierte Spiele. Wir waren der Jury um sieben Meilen voraus und blickten rechtschaffen auf sie herab. Wir hatten den dicken Hammer und setzten ihn auch ein. Zumindest warfen wir zeitweilig schön regelmäßig mit Steinen. Heute eher selten, denn die Herren in der Jury sind teils tatsächlich jünger als wir.

Und jetzt?! Mal abgesehen von meiner Erkenntnis, heute selbst zu den Alten zu gehören, spüre ich bei den nachkommenden Rezensenten intensive Leidenschaft, besonders natürlich bei den Youtubern. Da wird Neuheit um Neuheit in die Kamera gehalten, oft nur mit der News „kommt bald, ist toll, bin schon sehr gespannt.“ Bei den Neuen ist so viel flammende Begeisterung, dass der erforderliche Abstand für echte Kritik mir nicht erkennbar ist. Oder bin ich nur als langjähriger Spielekenner bereits zu abgewichst und habe meine Leidenschaft fürs Spielen verloren? Abgewichst mit Sicherheit, denn zu viele belanglose Spiele haben meinen Weg gekreuzt, aber die Leidenschaft fürs Spielen ist mir nie dabei abhandengekommen. Wie auch, wenn ich mich sogar mit Graupen beschäftige.

Auch wenn es kaum mehr handwerklich wirklich schlechte Spiele gibt, manchmal muss der Hammer doch noch raus. Spiele ohne eigenen Charakter, ohne Emotionen, sind die schlechten Spiele von heute. Ich hoffe, auch die Youtuber kommen irgendwann von ihrer ungebremsten Leidenschaft herunter, werden wirklich zu ernstzunehmenden Kritikern. Manch einer hat das geschafft. Und wer in der Jury sitzt, darf ja auch kein Geld – weder von Youtube noch von Verlagen - annehmen. Gibt aber genügend andere, die so gut wie jedes Spiel toll, super, klasse finden oder völlig distanzlos den Verlagen Werbung in eigener Sache erlauben. Wo ist denn da bitte die redaktionelle Arbeit, wo wird da kritisch berichtet? Und wo ist da der Mehrwert für mich, wenn mir unreflektiert Spiel um Spiel präsentiert wird, als wäre das ein bleiwüstiger Messebericht nur in Bildern? Diese distanzlosen Filmchen gehen mir allerdings zunehmend auf den Senkel. So wie wahrscheinlich damals der Altherrenriege um Thole und Werneck unsere regelmäßigen Breitseiten auf den Wecker gingen.

Wo führt also der Weg hin? Schaffen es wie einige Youtube-Stars auch die Youtuber in der Spieleszene Einkommen mit ihren Videos zu generieren? Wohl wissend, dass sie nur ein Nischenthema beackern, denn die Unterschiede in der Abonnentenzahl zu anderen Branchen sprechen da Bände. Die Zuschauer zahlen dafür ja nix, wer bezahlt die dann? Gibt ja nur aus zwei Ecken Geld: Werbeerlöse von Youtube und Verlage, deren Spiele präsentiert werden. Gibt ja auch noch eine dritte, saubere Art der Bezahlung. Sie sammeln Spenden für ihre Arbeit ein, was legitim ist. Natürlich gibt’s dafür im Netz Plattformen wie Patreon, über die Geld für deren Projekte einsammelt wird. Ist ja Ihrem Abonnement nicht unähnlich.

Mir scheint allerdings, dass es bei Spiele-Bloggern und Youtubern eher darum geht, Geld zu machen, als wirklich redaktionell zu arbeiten. Scheint auch wirklich toleriert, sogar bejubelt zu werden. Wie glaubhaft ist das aber? Ist das der richtige Weg, um sich als nachkommende Generation von uns Alten abzusetzen? Gut, sie könnten uns vorhalten, dass auch wir von kostenlosen Rezensionsexemplaren korrumpiert sind. Tja, dann haben die unser Heft wohl nie wirklich gelesen.

In diesem Sinne,

Ihr Harry

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Fairplay 114 - Januar bis März 2016

Der Inhalt:

Essen 2015
  • Deutscher Spielepreis
  • Messebericht
  • Scoutkommentar
  • Fairplay Scoutnoten 2015
  • À la Carte 2015
Kritiken
  • Gipfelstürmer
  • Mombasa
  • Grand Austria Hotel
  • Agent Undercover
  • Codenames
  • Das Konzil der Vier
  • Gum Gum Machine
  • Super Motherload
  • Kraftwagen
  • Mysterium
  • T.I.M.E Stories
  • King of New York
  • Cornwall
  • Skyliners
  • Mafia de Cuba
Interviews und Portraits
  • Ralf zur Linde und Stefan Dorra über Gum Gum Machine
  • Sebastian Rapp über T.I.M.E Stories
  • Guido Hoffmann und Jens-Peter Schliemann über das Geheimnis der Zauberer
Rubriken
  • Editorial
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nachschlag: Zug um Zug: United Kingdom & Pennsylvania, Machi Koro Großstadt-Erweiterung
  • Rückblick: Fairplay 35
  • Solitaire und mehr: Hostage Negotiator
  • Jeux de Deux: Wakanda
  • à la carte: 3 sind eine zu viel!, CARDArt, Die Fiesen 7, Bola, 
  • Preisrätsel: Es sind Zwillinge!
  • Fast Food: New York 1901, Discoveries
  • Wir spielen gern ...
  • Kinderportion: Captain Black, Das Geheimnis der Zauberer
  • Bestenliste
  • Noten

Dienstag, 13. Oktober 2015

Fairplay Scoutvoting 2015 - Endwertung

Endergebnis Sonntag 14:00 Uhr:


  • La Granja - pd-Verlag - 1,9
  • Mombasa - eggertspiele/Pegasus - 2,0
  • Nippon - What's your game - 2,0
  • Signorie - What's your game - 2,0
  • 7 Wonders Duell - Repos - 2,1
  • Council of four - Cranio Creations/Heidelberger - 2,1
  • Grand Austria Hotel - Lookout - 2,1
  • Codenames - Czech Games Edition/Heidelberger - 2,2
  • Isle of Skye - Lookout - 2,2
  • Mysterium - Libellud - 2,2
  • Shakespeare - Ystari Games - 2,2
  • Discoveries - Ludonaute/Asmodee - 2,3
  • My Village - eggertspiele/Pegasus - 2,3
  • Celestia - Blackrock Editions/Heidelberger - 2,4

Nicht genügend Stimmen, aber gute Noten:

  • Bretagne - Placentia
  • Alte Dunkle Dinge - Feuerland Spiele
  • Between Two Cities - Stonemaier Games
  • Die blutige Herberge - Pearl Games
  • Die Legenden von Andor: Chada & Thorn - Kosmos
  • Haspelknecht - Quined Games
  • Octodice - Pegasus Spiele
  • Pandemie Die Heilung - ZMAN
  • Qwinto - NSV
  • The Prodigals Club - Czech Games Edition
  • Tides of Time - Pegasus Spiele
  • Time Stories - Space Cowboys/Asmodee

Zwischenstände:

Samstag 18:30
Samstag 15:30
Samstag 13:30
Samstag 10:30
Freitag 18:30
Freitag 15:30
Freitag 1. Auswertung

Freitag, 9. Oktober 2015

Aktuelle Scoutergebnisse von der Spiel '15

Hier der direkte Blick auf die Tweets mit den aktuellen Scoutergebnissen:

Donnerstag, 8. Oktober 2015

À la Carte Preis 2015: Machi Koro

Unsere Wahlfrauen und -männer haben entschieden:

Den Titel À la Carte 2015 gewinnt MACHI KORO.

Bereits 2013 war dieses ursprünglich japanische Spiel auf den Internationalen Spieltagen in sehr kleiner Auflage erhältlich. Im vergangenen Jahr hat der Kosmos-Verlag die deutsche Ausgabe veröffentlicht. Wir gratulieren Masao Suganuma und dem Kosmos-Verlag!

Doch auch die anderen Spiele in den Top Ten unseres Kartenspielpreises zeigen, dass 2015 erneut - nach dem starken Jahrgang 2014 - eine bunte und abwechslungsreiche Mischung an guten Kartenspielen bietet.

Hier die Platzierungen:
  1. Masao Suganuma: MACHI KORO von Kosmos
  2. Steffen Benndorf: THE GAME von NSV
  3. Stefan Kloß: BEASTY BAR von Zoch
  4. Hisashi Hayashi: AUF NACH INDIEN von Pegasus
  5. Dominic Crapuchettes, Dmitry Knorre, Sergey Machin: EVOLUTION von Schmidt Spiele
  6. Thomas Jansen, Patrick Zuidhof, Ronald Hoekstra: UGO! von Kosmos
  7. Jacques Zeimet: BAD BUNNIES von Schmidt Spiele
  8. Donald X. Vaccarino: GREED von Queen Games
  9. Gerhard Hecht: JÄGER + SPÄHER von Kosmos
  10. Ralf zur Linde: STICHLING von Ravensburger
Wir gratulieren allen platzierten Autoren und Verlagen und wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser, viel Spaß beim Spielen!

Takerube Nobuaki, Wolfgang Lüdtke, Wolfgang Friebe (v.r.n.l.)

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Editorial 113

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie lange sind Sie schon dabei, halten uns die Treue? Lange, oder?! Nur für den Fall, dass Sie unser kleines Magazin noch nicht so lange lesen: Es hat sich über die Zeit gar nicht so viel verändert, und wenn, dann sind wir behutsam vorgegangen. Vorgenommen haben wir uns aber immer mehr, als tatsächlich umgesetzt wurde. Trotzdem: Wir haben Farbe, wir haben den Messebericht runderneuert, die Scoutaktion etabliert, ein Redaktionssystem aufgebaut und last but not least neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter gefunden. Seit 1987 hat sich also doch einiges geändert, aber einen Bruch, eine fundamentale Wendung, womöglich Kehrtwendung, hat es nie gegeben. Und das DIN-A4 Softcover mit mir vorne drauf wird auch nicht geändert, basta! Heißt aber auch: Wir verkaufen unser Cover nicht.

Trotzdem gab es in unserer Szene immer wieder Brüche. Woran können Sie sich erinnern? Die Spieletage in Essen wurden immer größer und zum Kristallisationspunkt für Spiele aus aller Welt. Der Deutsche Spielepreis als Gegenstück zur Jury bekam in der Szene mehr Gewicht. German Games mutierten zu Eurogames und verbreiteten sich weltweit. Ebay krempelte die Sammlerpreise um, Mondpreise für olle Schätzchen entpuppten sich tatsächlich als Mondpreise. Die Szene verschaffte sich schöne Plätzchen im Netz mit weltweiter Vernetzung. Selbst Spiele aus aller Herren Länder sind mittlerweile ohne großen Aufwand zu kaufen oder werden häufig eingedeutscht. Aktuell letzter Schrei sind schwarmfinanzierte Wundertütenspiele… Und Ihnen fällt bestimmt auch noch das eine oder andere, womöglich pikante Detail ein.

Moment?! Denken Sie gerade auch an das Forum? Jawohl, DAS Forum! Das vom alten Recken Knut Michael, der früher für das gedruckte DIN-A5-Szenemagazin Die Pöppel-Revue verantwortlich zeichnete. Das Forum ging später in bewährtem Layout, mit schön hierarchischer Baumstruktur an die Spielbox, bildet für mich das Rückgrat der Spielbox im Netz, um das deren Webpräsenz aufgebaut wurde. Und jetzt? … ist nix mehr so wie es mal war. Alles zerfasert, Foren mit Unter-Unter-Unter-Foren. Diskussionsstränge mit Unter-Unter-Unter-Diskussionen, alles in einem Thread. Für mich völlig unübersichtlich.

Ein Stück altvertraute Heimat ist mir verloren gegangen, obwohl ich die letzten Jahre nur mitgelesen habe. Das Schreiben habe ich mir längst geklemmt, weil so'n Dummkopf meinte, ich – der große Außenseiter Hold on Harry bei WIN, PLACE AND SHOW - sei nicht echt. Könnte ich mich heute noch drüber aufregen, dass da wer meine Identität anzweifelte. Dem muss ich dafür doch noch mal mit dem Huf eins überziehen. Aber selbst das Mitlesen hat stark nachgelassen, denn die Platzhirsche agierten irgendwann nur noch wie Kirmesboxer. Wer immer dort auftrat, gerade auch Verlagsvertreter, wurde viel zu häufig niedergemacht. Maßlose Anspruchshaltung, Anmaßung und verletzende Profilierungen sind aber für ein Forum eher abträglich. Kein Wunder, dass ich dort die letzten Jahre nur aus alter Gewohnheit und Verbundenheit vorbei geschaut habe. Kirmesboxer sind ein einziges Mal bestimmt auch lustig, aber auf Dauer?!

Wer jetzt auf die Idee kommt, meine Knechte könnten doch selbst ein schnuckeliges Forum aufbauen … nur damit wir das ganze Gebrassel am Kopp hamm!? Nee, ganz bestimmt nicht. Ich kann sogar verstehen, dass sich die Spielbox leichten Herzens von ihrem Forum getrennt hat. Wer will schon immer öfter Plattform für so manchen Ärger oder inhaltsleere Diskussionen sein? Und Geld kann man damit sowieso keines verdienen, das hat die Spielbox ganz offen kundgetan. Wer außer mir hat da nicht doch gewissen Frust heraus gehört?

Gut, dass wir schon immer mehr Wert auf unser Heft gelegt, uns behutsam weiterentwickelt haben. Wären wir im Netz aktiver, hätten wir vermutlich zwei grundverschiedene Klientel. Sie, die unsere Hefte abonnieren und uns damit für unsere Arbeit belohnen, und ein paar Platzhirsche, die uns in Foren unbezahlt viel zu oft nur Arbeit und Ärger bereiteten.

In diesem Sinne,

Ihr Harry

Montag, 28. September 2015

Fairplay 113 - Oktober bis Dezember 2015

Der Inhalt:

Berichte und Spiele im Heft
  • Japan Spiele Essen: My Fair Princess, Sheep & Thief, Air Alliance, The Mystery of Dattakamo, The Arabian Pots, Fram R’lyeh, Go Da Cheese, Minerva, Reidemeister, Rubbish Auction, Timebomb, Vampire Rader
  • Spiel im Heft: SCHlange von Jörg Domberger

Kritiken
  • Imperial Settlers
  • Winter der Toten
  • Firefly
  • Small City
  • Black Fleet
  • Isle of Skye
  • Colt Express
  • Bürokratopoly & Ligato
  • Queen’s Architect
  • Da Luigi
  • Quizduell
  • Loony Quest
  • Parfum
  • Knätsel
  • Kniffel Master
  • Drachenhort
  • Im Wandel der Zeiten - das Würfelspiel: Eisenzeit
  • Evolution
Interviews und Portraits
  • Klaus Ottmaier über Imperial Settlers
  • Alban Viard über Small City
  • Martin Böttger über Bürokratopoly
Rubriken
  • Editorial
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nachschlag: Robinson Crusoe: Die Fahrt der Beagle
  • à la carte: Ghooost!, Bermuda, Die Zwerge - Das Duell, Jumbo & Co, Mammuz 
  • Jeux de Deux: Canopy Walk,Oklahoma Boomers 
  • Fast Food: Spinderella, Gaïa, Kolejka: In dieser Schlange warten Sie lange, Cacao, Viva Java
  • Rückblick: Fairplay 34
  • Kinderportion: Chef Alfredo, Push a Monster
  • Aufgewärmt: Die Legenden von Blue Moon
  • ausSCHACHtungen: Gravity Chess, Changing Challenges
  • Wir spielen gern ...
  • Preisrätsel: Spaß mit sieben Segmenten
  • Solitaire und mehr: Brains
  • Bestenliste
  • Noten

Freitag, 11. September 2015

Fairplay Scoutaktion 2015 - Die Spiele für die Liste / Your games for the list

English version: See below


Es ist wieder soweit: Wir bereiten unsere Scoutaktion vor.

An unserem Stand K102 in Halle 3 können unsere Abonnentinnen und Abonnenten, sowie nach Registrierung auch alle anderen interessierten Spielerinnen und Spieler ihre Noten abgeben.

Haben Sie eine oder mehrere Spieleneuheiten am Start für die Internationalen Spieletage?

Dann benötigen wir für die Durchführung dieser Aktion Ihre Hilfe! Bitte schicken Sie uns - falls noch nicht erfolgt - die Liste Ihrer Spiele-Neuheiten zu und sichern Sie sich damit den Platz in unserer Liste.

Folgende Informationen benötigen wir hierzu: Ihr VerlagsnameSpieletitel Ihrer Neuheiten, sowie Ihre Standnummer. Wenn Sie Spiele von anderen Verlagen im Vertrieb anbieten, so schicken Sie uns die Infos zu diesen Spiele bitte auch zu. Mehr Details zur Scoutaktion finden Sie hier.

Eine Rückantwort ist erbeten bis:

Dienstag, den 28. September 2015

Spätere Einsendungen können wir leider nicht mehr berücksichtigen.

Vielen Dank! Ihr Fairplay-Team.



It's that time of the year: We are preparing our scout ranking.

At our booth K102 in hall 3, our subscribers and interested gamers (who need to register) can participate and give their ratings.

Do you present one or several new games in Essen?

Then we need your help! We kindly ask you to send us – if this has not happened yet – the list of your new games that debut in Essen to make sure your games are on our list given to the scouts.

We need the following information: Publisher name, title of your new games as well as your booth number. If you are a distributor for games of other editors, please do also send us the information about these distributed games. More information is available here.

Please send us your reply until

Tuesday, September 28, 2015

We kindly ask for your understanding that any later information can’t be considered.

Thank you very much! Your Fairplay team.

Dienstag, 7. Juli 2015

Editorial 112

Liebe Freundinnen und Freunde,

Dieser Jahrgang ist zu Ende, wenn Sie Ihre Fairplay in Händen halten. War es ein guter, ein mäßiger oder gar schlechter Jahrgang? Egal, die nächsten Neuheiten stehen in den Startlöchern. Spiele sind für Profis durchlaufende Posten. Jedes Jahr muss es etwas Neues geben, und sei es eine Erweiterung oder irgendein Ableger jetzt mit Würfeln statt Karten. Zum Glück verschwinden Spiele ja nicht gleich im Regal wie gerade gelesene Bücher.

In Spielen steckt mehr als nur eine Geschichte, entwickelt sich doch jede Partie mit neuen Mitspielern anders. Oder es besteht zumindest die Chance, so man nicht fließbandmäßig eine Neuheit nach der anderen spielt. Manchmal sind Spiele sogar ganz besonders, halten sich im Gedächtnis ... Erinnerungen an ganz bestimmte Emotionen, an Glück oder Frust, an Sieg oder verpatze Siege, an spannende Spielverläufe oder ausgelassenes Gelächter.

Ich hab' da einige Spiele, die sind für mich aus genau diesen Gründen wie alte Freunde. Gewiss, ich spiele sie nach dem Ende ihres Jahrgangs nicht mehr allzu häufig, dennoch ist jede neue Partie wie ein Treffen mit alten Freunden. Es ist dann sofort so wie früher. Es stimmt einfach alles, auch nach längerer Zeit. Bin gespannt, welches Spiel aus diesem Jahrgang zu einem alten Freund werden wird. Ich hab' da schon so einen Kandidaten mit entsprechenden Qualitäten. Irgendwie ist er durchschaubar, dennoch undurchsichtig und sehr wandlungsfähig. Herausfordernd ist jedes Treffen, sei es noch so kurz. Und es ist meistens zu kurz. Aber wie das so ist: Erst die Zukunft bestätigt alte Freundschaften nach der vergangenen Zeit.

Was bleibt also von dem aktuellen Jahrgang? Viel … Für mich vor allem die längst nicht mehr so schmerzliche Erkenntnis, nicht mal mehr alle wichtigen Spiele eines Jahrgangs gespielt zu haben. Hut ab vor der Jury, die das leisten kann und dann sogar die wirklich preiswürdigen Spiele heraus filtert. Ich traue mir das längst nicht mehr zu.

Um die besten Spiele zu finden, lese ich Rezensionen natürlich auch andernorts … und vertraue den mir persönlich bekannten oder jenen Rezensenten, mit denen ich vermutlich auf einer Welle schwimme. Und natürlich baue ich auf meine Erfahrung und meinen Riecher. Natürlich bin ich nicht frei von Vorurteilen, sei es positiven oder negativen. Ich habe so manche Schubladen für Verlage, Autoren und Rezensenten.

Trotzdem lohnt es sich immer, auf die Zwischentöne zu lauschen. Entdecken Sie Klang und Rhythmus einer Rezension. Ist das was für Sie? Ich hoffe, denn sonst könnten wir zukünftig alle Spiele in einem Wort oder einer Note rezensieren und so den kompletten Jahrgang in vier Ausgaben abarbeiten. Meinethalben schicken wir noch ein, zwei Sätze hinterher, wie wir es jetzt schon als Ergänzung zu Kritiken machen. Lesen Sie nicht auch erst diese Kurzmeinungen vor der kompletten Rezension?

Mach' ich tatsächlich so, und das hat seine Wurzeln in der Spielwiese von Edgar Forschbach. Seine kurzen Erwähnungen in der alten Tante Spielbox interessierten mich mehr als langatmige Erklärungen von Spielabläufen. Die interessieren mich immer noch nicht, weder gedruckt noch online und schon mal gar nicht als Video.

Es gibt da draußen so viele Spiele, deshalb unterteilen wir unsere Welt in geordnete Jahrgänge. Blödsinnig oder doch zutiefst menschlich? Wir neigen alle zu Vergleichen: Was ist besser, was ist schlechter? Und genau deshalb stimmen wir alle beim Deutschen Spielepreis ab. Die Nachwelt soll sich erinnern, welches die Topp-Spiele des Jahrgangs 2014/15 waren. Und tatsächlich sind bisherige Spiele dieser Szene-Auswahl mir zu alten Freunden geworden. Deshalb müssen Sie auch wählen! Ihre Stimmkarte finden Sie im Heft. Worauf warten Sie?!


In diesem Sinne,


Ihr Harry

Freitag, 3. Juli 2015

Fairplay 112 - Juli bis September 2015

Der Inhalt:

Berichte und Kommentare
  • Spiele für viele: Nosferatu, Snake Oil, Vollmondnacht Werwölfe, Omertà
  • Role Play Convention in Köln
  • Spiel des Jahres
Kritiken
  • Elysium
  • Broom Service
  • Heblo
  • Die Alchemisten
  • Das Vermächtnis - Stammbaum der Macht
  • Five Tribes
  • Auf den Spuren von Marco Polo
  • Historia
  • Orongo
  • Progress: Erfindung des Fortschritts
  • AquaSphere
  • Greed
  • Lumis
  • Hyperborea
  • Realm of Wonder

Interviews und Portraits
  • Patrick Rasten über Heblo
  • Stefanie Schmitt und Michael Menzel über Andor
  • Wolfgang Kramer und Jürgen Grunau über Phara-oh-oh

Rubriken
  • Editorial
  • Inhaltsverzeichnis
  • Jeux de Deux: Jäger + Späher
  • Nachschlag: Concordia - Britannia/Germania, Terra Mystica - Feuer & Eis, Die Legenden von Andor - Die Reise in den Norden
  • Rückblick Fairplay 33
  • Kinderportion: Assel Schlamassel, Bellz!, Phara-oh-oh!
  • à la carte: The Game, Continental Express, Why first?, Bad Bunnies, Schlafmütze, Quanto
  • Fast Food: Die Schlösser des König Ludwig, Terra, Guinness World Records, Sushi Express, Vienna
  • Aufgewärmt: Funkenschlag Deluxe, Antike II
  • Preisrätsel: Der nächste, bitte!
  • Wir spielen gern ...
  • Bestenliste
  • Noten

Montag, 30. März 2015

Editorial 111

Liebe Kennerinnen und Kenner des Szenesumpfs,

Ach, früher war doch alles besser. Ganz einfach, weil es anders war, viel persönlicher. Ja, tatsächlich: Man kannte sich, sprach miteinander … wenigstens ein Mal. Allerdings war die Szene auch damals schon ein Sumpf, lebte von Zu- und Abneigungen. Das jedenfalls konstatierte eine wandelnde Lederjacke vor Jahren in schöner Regelmäßigkeit an unserem Stand in Essen. Der Mann kam zu uns, sprach zu uns, legte manchmal Beweise, manchmal Gerüchte auf den Tresen, diskutierte frotzelig mit uns und verschwand wieder. Irgendwann für immer, der Sumpf hatte ihn und seine kleine Zeitung verschluckt. Die Lederjacke ist mir trotzdem in Erinnerung geblieben.

Heute ist die Szene viel flüchtiger. Kein Wunder, denn wer druckt noch auf Papier?! Was sind mir schon für Webseiten unter die Hufe kommen … Mit viel Elan gestartet, um oft genug das Rad neu zu erfinden. Irgendwann war Schluss mit lustig, vielleicht weil die Wohnung mit Rezensionsmustern vollgestopft und der Anhang über die vielen Schachteln „not amused“ war. Vielleicht, weil es den reinen Selbstzweck erfüllt, aber sonst nix oder nicht genügend eingebracht hat. So ein Pferdchen hatten wir auch mal im Stall. Es wurde anders genannt als es sich schrieb und scheint mundtot zu sein. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen, Seiten die Platz für den eigenen Auftritt bieten, die deshalb gute Chancen auf Fortbestehen haben, weil viele für den Inhalt sorgen.

Freitag, 27. März 2015

Postkarten-Erweiterung für Orléans: Weinberge

In Zusammenarbeit mit dlp-games haben wir für unsere Leser eine Postkarten-Erweiterung für Orléans ins aktuelle Heft gelegt. Viel Spaß damit.

Mittwoch, 25. März 2015

Fairplay 111 - Arpil bis Juli 2015

Der Inhalt:


Berichte und Kommentare

  • Nürnberg 2015
  • Werkschau zur Autorenreihe bei NSV mit Reinhard Staupe

Kritiken

  • Arler Erde
  • Mahé
  • Medieval Academy
  • Madame Ching
  • El Gaucho
  • Infection: Humanity’s Last Gasp
  • Murano
  • Mangrovia
  • The Golden Ages
  • Nations - The Dice Game
  • Kingsport Festival
  • Patchwork
  • Grog Island
  • Yardmaster und Yardmaster Express

Interviews

  • Uwe Rosenberg über Arler Erde
  • Markus Brand über Murano
  • Matthias Wagner über Royals

Rubriken

  • Editorial
  • Inhaltsverzeichnis
  • à la carte: Get Lucky, Sushi Go!, Zum Kuhkuck, Witches, Machi Koro
  • Rückblick Fairplay 32
  • Aufgewärmt: Royals
  • ausSCHACHtungen: Loka
  • Wir spielen gern ...
  • Fast Food: 7 Steps, Planes, Träxx
  • Kinderportion: Lunte, Socken Pfeffern
  • Preisrätsel: Tangram Spiele
  • Bestenliste
  • Noten


Freitag, 20. März 2015

Fairplay wird jetzt auch plagiiert


Alles geklaut ...

sämlicher Inhalt, alle Bilder, einfach alles!