Dienstag, 29. Oktober 2019

Samstag, 26. Oktober 2019

5. Trend der Scoutaktion Sa. 18:45 Uhr

Der letzte Trend für Samstag.

4. Trend Scoutaktion, Sa. 15:30 Uhr

Hier kommt der 4. Trend unserer Scoutaktion!

3. Trend Scoutaktion Sa. 10:15 Uhr

Der 3. Trend ist da!

Donnerstag, 24. Oktober 2019

À la carte 2019: Belratti

Belratti gewinnt den Titel À la Carte 2019!

Unsere Jurorinnen und Juroren haben gewählt und sich für ein Spiel aus dem eher kleineren Mogel-Verlag entschieden.

Als Maler und Museumsdirektor treten die Spieler in den Wettstreit mit BELRATTI, dem Kunstfälscher. Eine Gruppe malt, eine agiert als Direktor. Der dem echten Fälscher Wolfgang Beltracchi nachempfundene BELRATTI wird durch den Kartenstapel repräsentiert.

Die Spielidee ist einfach und erscheint nicht sonderlich originell. Bilder haben wir schon bei DIXIT eingeschätzt, der Stapel spielte schon bei WIE ICH DIE WELT SEHE eine wichtige Rolle, und sicher lassen sich Erinnerungen an weitere Spiele anführen. Der wesentliche Faktor ist: BELRATTI macht einfach Spaß! Die Reduktion auf eher alltägliche Gegenstände mag zwar dem Thema Kunst nicht allzu viel Rechnung tragen, funktioniert aber bestens. Abwechselnd schwitzen Maler und Direktoren, während die jeweils anderen tunlichst den Mund halten müssen. Und sogar außenstehende Zuschauer können mitfiebern, wie wir beim öffentlichen Spieletreff gegen Ende des Abends erleben durften.

BELRATTI ist ein kleines feines Spiel und hat es auf unserer Fairplay-Scoutliste während der #spiel18 ganz nach oben geschafft. Das war auch gut so, denn sonst wäre dieses unterhaltsame Spiel vielleicht untergegangen. Dass sich BELRATTI zudem hervorragend auch für die sonst selten mit Spielen bedachten Gruppengröße von sieben Personen eignet, ist ein zusätzlicher Pluspunkt. 

  • Michael Loth: BELRATTI für 3-7 Spieler mit Illustration von Anna, Meike, Frauke, Friederike, Cathy, Gwen und Jörne bei Mogel-Verlag 2018, Dauer 20-45 Minuten
  • Reiner Knizia: L.A.M.A für 2-6 Spieler mit Grafik von Rey Sommerkamp und Barbara Spelger bei Amigo
  • Ludovic Roudy und Bruno Sautter: JUST ONE für 3-7 Spieler mit Illustrationen von Éric Azagury & Florian Poullet bei Repos Production (Vertrieb: Asmodee)
  • Florian Racky: BLÖDE KUH  für 3-6 Spieler mit Illustrationen von Florian Biege bei Drei Hasen in der Abendsonne
  • Trehgrannik: NATIVES für 2-4 Spieler mit Illustrationen von Victor Zaburdaev, Fiore GmbH bei Kosmos
  • Ken Gruhl; TIPPI TOPPI für 1-4 Spieler mit Design von VISID GmbH bei Schmidt Spiele
  • Sebastian Bleasdale, Richard Breese und Ian Vincent: KEY FLOW für 2-6 Spieler mit Illustrationen von Vicki Dalton bei R&D Games im Vertrieb bei Huch!
  • Richard Garfield: KEYFORGE: RUF DER ARCHONTEN für 2 Spieler mit Illustrationen von verschiedenen Illustratoren bei Fantasy Flight Games im Vertrieb bei Asmodee
  • Matt Riddle & Ben Pinchback: PIEPMATZ mit Illustration von Mike Langman bei Lookout Spiele im Vertreib bei ASS
  • Apolline Jove: FARBEN für 3 bis 5 Spieler mit Illustrationen von 101 Coding und Design bei Edition Spielwiese (Vertrieb: Pegasus Spiele)
Wir gratulieren allen platzierten AutorInnen und Verlagen und wünschen allen viel Spaß beim Kartenspielen.

Freitag, 18. Oktober 2019

Unsere Scoutaktion im Comic erklärt

So funktioniert unsere Scoutaktion - in fünf Sprachen:

 





Für alle die lieber lesen, statt zu gucken: Hier nochmal unser Blogartikel aus 2014 zur Scoutaktion.
Harry

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Abo-Aktion während der #spiel19 am Stand K102 in Halle 3


6 für den Preis von 4
Nur während der Spieletage!
Halle 3K-102




Wir bieten nur während der Spieletage in Essen ein echtes Schnäppchen. Die geballte Information der nächsten fünf Hefte (FP 130 bis einschl. 134) für den Preis von 24 € (26 € Ausland) sowie ein Heft der FP 128 oder früher (nach Wahl und Vorrat am Stand) direkt zum Mitnehmen.

Also: 6 Hefte zum Preis von 4 (24 Euro statt 36 Euro). Aber nur, wenn das Abo in Essen abgeschlossen und bar bezahlt wird. Und natürlich nur solange der Vorrat reicht.

Und wer direkt an unserem Stand K102 in Halle 3 ein Abo abschließt, erhält die druckfrische aktuelle Ausgabe FP 129 für 5 Euro (statt 6 Euro).

P.S.: Die Informationen zum regulären Abo stehen in der rechten Spalte.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Editorial 129

Liebe Leserinnen und Leser,

bei uns geht alles seinen Gang, auch bei Veränderungen. Allerdings muss schon ein steter Tropfen den Stein aushöhlen. Selbst dann besteht immer noch die Möglichkeit, dass sich nichts ändert. Selbst wenn wer uns mit Kündigung droht. Was sind wir dickfellig. Da werden meine Knechte erst recht bockig und machen weiterhin ihr Ding. Gewohnt ist gewohnt. Ich hab‘ denen trotzdem mal auf die Füße getreten, aber ob es was hilft? Ich weiß leider erst, wenn ich das Heft in der Hand halte, ob jetzt endlich Sprache und Spieldauer im Artikelfuß angegeben sind.

Falls nicht, folgen Sie doch einfach Ihrem Riecher und Ihrer Erfahrung. Sie sind doch schon langjähriger Abonnent. Scheint der Titel auf Englisch zu sein, und der Verlag ist nicht altbekannt, handelt es sich bestimmt um ein anspruchsvolles Spiel mit englischer Regel. Andersherum ist es ganz sicher auch genau anders herum. Hat die Rezension einer meiner langjährigen Stallknechte geschrieben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das Spiel auf Deutsch ist und meist nicht länger als 90 Minuten dauert. Ist die Rezension von unseren jüngeren Stallburschen, ist die Chance mindestens 50:50, dass es entweder auf Englisch ist oder länger dauert oder gar beides. Hilft das?

Apropos helfen. Die Jury hat in Hamburg ihren „Tag der Brettspielkritik“ veranstaltet. Warum eigentlich? Ich war selbst nicht vor Ort, Pferde dürfen nicht überall hin, verfüge aber dennoch über gesicherte Informationen. Jedenfalls hat sich die Jury doch reichlich Mühe gegeben, in Workshops und Vorträgen Spielerinnen und Spieler geschriebene oder gesendete Rezensionen nahezubringen. Alles gut und schön, aber aus meinem Stall weiß ich ganz genau: Ratschläge sind auch Schläge und informelle Tipps sind die besten. Da ist mir der sogenannte New Boardgame Journalism doch viel zu akademisch aufgehängt. Die Praxis zählt. Ich setze gerne auf neue Stallburschen, aus denen machen wir gute Knechte. Natürlich muss ich denen auch mal auf die Füße steigen, aber ebenso Fehler verzeihen. Nur eine Drohung bleibt: Wer in die Jury geht, verlässt meinen Stall.

Ansonsten war das wohl eine gelungene Veranstaltung. Tagsüber wurde gearbeitet, abends gespielt. Und natürlich dominierten wie so oft in der Spielszene die Männer. Das Thema ist mir aktuell schon viel zu überstrapaziert. In meinem Stall sind schließlich auch nur zwei Frauen unter 15 Männern und einem Hengst. Immerhin! Woher also nehmen? So war der Workshop mit Katrin Reil – der einzigen Referentin - besonders spannend. Wenn überhaupt Frauen in der Szene vertreten sind, dann stark im Bereich der Pressearbeit. Aber das wissen wir auch schon lange. Ändert sich daran mittelfristig was?

Bei der Jury ändert sich auch genau nix. Die rote Jury hat zwei Männer neu aufgenommen, Erkennungsmerkmal „Bart“. Nicht nur das, die beiden sind sympathisch, schon in der Szene verhaftet und passen zu 100% in das Beuteschema der Jury. Mal davon abzuweichen, das traut sich die Jury leider wieder nicht. Da ist alles eine Soße, alle vom selben Stamme. Ist der Jury das Risiko zu groß, auf einen Querkopf à la dem „Erfinder von allem“ zu treffen? So wird sich nie was an deren Betulichkeit ändern. Könnte die Jury für den roten und grauen Bereich nicht ebenso wie für die Kinderspieljury eine Ausschreibung machen, um Kandidatinnen und Kandidaten jenseits des üblichen Beuteschemas zu finden, sich breiter aufzustellen? Ein bisschen mehr Mut täte der Jury gut. Ich kann die mittlerweile gar nicht mehr auseinander halten. Die sehen alle so gleich aus, aber nicht wie Harald und Udo. Die waren schließlich in meinem Stall, die erkenne ich sofort.

Aber wer weiß, wahrscheinlich waren die Tage der Brettspielkritik sowieso nur ein verdecktes Auswahlverfahren, um potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten kennenzulernen und ihnen ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Die beiden neuen Mitglieder der Jury waren jedenfalls auch vor Ort. Ob die Entscheidung erst dort gefallen ist, sie aufzunehmen?

Ich für meinen Teil bin über den bunten Haufen in meinem Stall sehr froh. Da geht es mitunter hoch her, oft anarchistisch und trotzdem stellen wir immer noch unser Heft auf die Beine. Und wenn Sie wollen, kommen Sie in Essen gerne an unseren Stand 3k102. Sprechen Sie mit uns. Bei uns im Stall sind alle nett. Und selbst ich bin nicht immer bissig.

Ihr Harry